Seekarten

Seekarten

Die Entstehung der Seekarten ist nicht ganz einfach zu beschreiben, wo fängt man an, wo hört man auf.
Beginnt man in der Antike geschriebenen Kursanweisungen, den Portolankarten oder aber bei der Erfindung des Chronometers.
Ich werde mich in diesem Artikel für die Zeit um 1570, das Jahr in dem Abraham Ortelius sein Theatrum Orbis Terrarum, einen für seine Zeit wegweisenden Atlanten veröffentlichte. Die Seefahrer seiner Zeit interessieren sich zwar nur spärlich für seinen Atlanten, da dieser mehr Länder und Berge beschrieb. Viel mehr interessierten sie sich für die Werke von Gerhard Kremer, einen guten Freund Ortelius.
Nun werden Sie Sich sicherlich fragen wer Gerhard Kremer ist, und was dieser mit der Entstehung der heutigen Seekarten zu tun hat. Ganz einfach, Gerhard Kremer ist heute viel mehr unter seinem lateinischen Namen Mercator bekannt. Mercator legte mit seinen Werken einen Meilenstein der heutigen Kartografie und somit auch der Seekarten. Die Hochinteressante Lösung, der Projektion, löste Mercator mit parallelen Meridianen und Breitenlinien, die sich im Winkel von 90 Grad schneiden. Dadurch wurde die Messung von Entfernungen deutlich vereinfacht. Auf der Weltkarte Mercators die wir auch gut als Urseekarte bezeichnen können, gab es nur einen Nachteil.
Mercator musste die Breitenminuten zum Pol, oder besser zu den Polen hin vergrößern. Was den Effekt hatte, das Länder an den Polen genau so groß aussahen wie Länder am Äquator, obwohl ihre Flächenausdehnung deutlich kleiner war.
Trotz der Nachteile war dies die erste zu verwendende Seekarte und zur Navigation bestens geeignet.
Auf Grund, das die loxodromische Linie, welche die Meridiane alle unter dem selben Winkel schneidet, eine Gerade war, konnte mit dieser Urseekarte ein genauer Kurs, der Schiffsort und die Distanz ermittelt werden.
Aber erst die Jahrelangen Forschungen des Uhrmachers John Harrison brachten eine Lösung für die genaue Bestimmung des Längengrades, welcher zu Ortsbestimmung auf Welt und Seekarten unerlässlich ist. Mit Hilfe des von Ihm Entwickelten Chronometers war man in der Lage seinen Längenstandort genau zu bestimmen.
Man Vergleicht einfach die Zeit des Heimathafens mit der Zeit des derzeitigem Standortes, welche wir mit der Mittagshöhe der Sonne ermitteln können, und wir wissen das eine Stunde 15 Grad Länge bedeuten. Der Unterschied der Zeit mal die 15 Grad Länge ergibt unseren zu unserem Heimathafen versetzen Längenstandort.
Nun Stand der Navigation mit den Seekarten nichts mehr im Weg. Die Seekarten sind noch heute nach diesem Prinzip aufgebaut, nur verfeinert und genauer.

Berichte über die Nutzung von Seekarten in den unterschiedlichsten Seegebieten.

Seekarten Kroatien
Seekarten Usedom
Seekarten Lübecker Bucht

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